In der Marchaney
Es ist schon ein eigenwilliger Name für einen kleinen Ort im Stiftland, am Fuße des Ahornberges. Laut Sprachwissenschaft setzt sich der Ortsname aus den althochdeutschen Begriffen Grenze und Anhöhe zusammen und bleibt trotz Deutung immer noch ungewöhnlich. Mittelpunkt des kleinen Ortes ist die kleine, im Rundstil erbaute Barockkirche. Gebaut im 16. Jhd. vom waldsassener Baumeister Philipp Muttone, der Bauwerke im gesamten Stiftland gestaltete und einen waren Schatz an architektonisch einzigartigen kirchlichen und weltlichen Bauten hinterließ. Als Sohn eines italienischen Architekten und einer Bäckerstochter aus Waldsassen arbeitete er zeitlebens im Dienste der waldsassener Äbte als Laienbruder. Eines seiner eindrucksvollsten Bauten ist die kleine Kirche in Marchaney. Mit ihrer herzförmigen Grundform erinnert sie an die Kapplkirche bei Münchenreuth und doch hat sie ihr ganz eigenes Erscheinungsbild. Von außen wirkt ihr Baustil durch die niedere Kuppel gedrungen, was sich beim Betreten i...





