Lilo unterwegs - in Kehlheim
Wenn einer der bedeuteten Monumentalbauten König Ludwigs I. von einem blau-weißen bayrischen Himmel eingerahmt wird, erscheint der Anblick des neoklassizistischen Rundbaus gleich noch imposanter. Der im Jahr 1838 begonnene Bau des Architekten Friedrich von Gärtner auf dem Kehlheimer Michelsberg hätte keinen passenderen Platz finden können. Alleine der Ausblick auf das Donautal mit seinem gewundenen glitzernden Strom, macht schon den Außenbereich zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Von den breit angelegten Treppenstufen fällt der Blick auf hohe Statuen an der Außenfassade. 18 Frauen dienen hier als Allegorien für die deutschen Volksstämme, während im Innenraum, hell und eindrucksvoll Siegesgöttinen, sogenannte 'Viktorien' an die befreiten Länder erinnern.
Die farbliche Gestaltung und die eindrucksvolle Höhe der Kuppel lassen den Raum sehr erhaben wirken, als wollte sich der König mit diesem Bauwerk von seinem kindlichen Trauma befreien, das geprägt war von der ständigen Flucht vor den näher rückenden napoleonischen Truppen, deren ständigen Ortswechsel letztendlich auch zum frühen Tod seiner Mutter führten.
Der Bau dient als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon. Gleichzeitig ist er aber auch ein Mahnmal für die Einheit Deutschlands. Im Jahr 1863 zum 50. Jahrestag der Völkerschlacht in Leipzig wurde die Befreiungshallte, nach heutiger Sicht langer Bauzeit und überarbeiteten Plänen eines weiteren Architekten, feierlich eingeweiht.
Neben all den architektonischen Eindrücken lohnt sich aber auch ein Besuch im angrenzenden Café, das neben gutem Kuchen und anderen kleinen Brotzeiten durch die Freundlichkeit seiner Betreiber zu einem gelungenen Tag beiträgt.














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