Von Wallfahrern, stiftländer Volksglauben und stürmischen Zeiten...

Es weht ein eisiger Wind, als ich am Parkplatz neben einer der bekanntesten stiftländer Wallfahrtskirche aus dem Auto steige. Die Höhe von über 600m ist deutlich spürbar an diesem kalten Wintertag, dafür ist der imposante Kirchenbau aber auch weit in unser Stiftland hinein zu sehen.

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Fuchsmühl ist eines der Wahrzeichen unserer Gegend und bekannt für ihren Marienalter und dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gnadenbild.


Die einstmals kleine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert erbaut vom Lehensgutbesitzer Freiherr von Froschheim, konnte die stetig wachsenden Besucherströme zu Beginn des 18. Jahrhunderts nicht mehr aufnehmen, was die Kirche dazu bewegte an Stelle der Kapelle eine Barockkirche zu errichten.



Erstaunlich schlicht erscheint das Innere der Kirche, versehen nur mit, für die Barockzeit, eher reduzierten Malereien und Stuckarbeiten. Es erscheint mir, als solle nichts vom Gnadenbild Mariens ablenken, dass sich in einem der Nebenaltäre, der ehemaligen Wallfahrtskapelle, befindet. Ein von einem goldverzierten, schmiedeeisernen Gitter geschützter Raum zeigt mir in vielen Dankesbildern an den Wänden der kleinen Nische unseren Volksglauben und die Frömmigkeit der Pilger auf eindrucksvolle Art. Es ist für mich immer ein bewegender Moment, all die Dankesworte auf den Bildern zu lesen und den tiefen Dank und die Demut all dieser Menschen nachzuempfinden. 



Kaum verlasse ich die Kirche, wird mir wieder allzu deutlich bewusst, wie eisig und stürmisch der Wind in dieser Höhe sein kann, so ist es auch den Kirchenvätern nicht zu verdenken, dass sie die einstmals hohen Türme der Kirche nach ihrer Zerstörung durch Stürme, im 19. Jahrhundert durch deutlich kleinere Türme ersetzen ließen.




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