Herbstbegleiter
Nicht selten entdecke ich sie in Gärten erst auf dem zweiten Blick – Sukkulenten ordnen sich unter, lassen den bunten Gräsern und Blühpflanzen den Vortritt. Sie halten sich lieber im Hintergrund an unscheinbaren Plätzen oder in Ritzen alter Natursteinmauern. Erst im Herbst, wenn der Rückschritt der Sommerblumen die Beete leert und Grünbewuchs auf wenige Pflanzen beschränkt ist, haben sie ihren großen Auftritt. Teilweise in rötlichen Farben oder in ihrem saftigen Grün, beleben sie den Garten. Sie passen sich an, trotzen heißen Temperaturen und extrem trockenen Böden, wachsen aber auch an feuchten schattigen Plätzen. Sie sind Alleskönner, Allrounder, gedeihen und widerstehen auch unserem klimatischen Wandel.
Einige Sukkulenten dienen als Heilpflanzen, so die kühlende Aloe Vera, deren Saft der fleischigen Blätter schnelle Linderung bei Verbrennungen bringt. Ebenso der heimische Hauswurz, dessen Saft gegen Warzen helfen soll. Hauswurz auf dem Dach, zwischen den schönen roten Biberschwanzziegeln gepflanzt, wehrt Blitzschlag ab, so heißt es auf dem Land. Sie sind für mich die idealen Herbstbegleiter, auf ihre ganz eigene, unscheinbare Art.








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